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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 4. Juli 2001 - Buurezmorge der SVP
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JS. Die SVP Buchs lud am Sonntag erstmals zu einem Buurezmorge
ein. Auf dem Hof der Familie Rohrer, Stöck, trafen aus dem
ganzen Bezirk eine stattliche Anzahl Freunde ein und konnten
das grosszügige Buffet geniessen. Nicht das Politisieren,
sondern das gemütliche Zusammensein stand für einmal
im Vordergrund und das schöne Wetter, trug sein Bestes zum
Gelingen bei. Die anwesende Kinderschar freute sich vor allem
am 2 Wochen alten Kälbli, oder schaute fasziniert bei der
Fütterung der Schafe zu. Da und dort erfuhr man Interessantes
über den Bauernhof und seine Aufgaben, oder konnte sich
vom Kartoffelanbau bis zum Bewässerungsystem von Blumenkisten
informieren. Ein gelungener Sonntagsanlass, welcher sicher nächstes
Jahr nach Wiederholung ruft. SVP Buchs |
Werdenberger & Obertoggenburger
vom 26. Juni 2001
Verkehrsbehinderungen in Buchs (Leserbrief)
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Verkehrsbehinderungen in Buchs
Kürzlich hat das Volk über
die Initiative "für mehr Verkehrssicherheit Tempo 30"
abgestimmt. Das Resultat war eindeutig: 79,7 % der Schweiz stimmten
NEIN.
Anscheinend hindert dies die Verkehrskommission in Buchs nicht
daran, fleissig auf jeden Wunsch von einzelnen Quartierbewohnern
einzugehen. Diese werden dann aufgefordert Unterschriften zu
sammeln und mit Umfragen das Begehren nach Tempo 30 in den Quartieren
zu erhärten.
Jeder hat möglicherweise den Wunsch, dass um seine Liegenschaft
kein Verkehr herrscht. Dass diesem Egoismus jedoch jetzt mit
Nachdruck und Steuergeldern gefolgt wird, ist unseres Erachtens
am Volkswillen vorbei politisiert. Trotzdem wird es wohl nicht
mehr lange dauern und der Verkehr in Buchs wird um noch mehr
verschiedenste und unsinnigste Schikanen schleichen müssen,
obwohl die Verbesserung der Verkehrssicherheit fragwürdig
ist.
Es ist zu hoffen, dass die Verantwortlichen der Verkehrskommission
für die Folgen ihres Eifers auch behaftet werden. Bis jetzt
wurden z.B. an den brenzligen Stellen der Altendorferstrasse
erst Verkehrsbehinderungpfosten überfahren.
Zur Verkehrsberuhigung ist offenbar jedes Mittel recht. So wird
es nicht ungern gesehen, dass Autos neben dem Trottoir übernachten.
Dass die Strassen dadurch unübersichtlich und gefährlich
werden, kümmert wenig. Störend ist, dass solche Laternenparkplätze
gratis sind, wo andere Bürger gezwungen werden für
ihre Fahrzeuge Abstellplätze zu erstellen, oder Parkplätze
zu mieten. Eine Bewirtschaftung solcher Ersatzparkplätze
wäre zumindest angebracht.
Wir sind der Meinung, dass die Verkehrskommission Volksabstimmungen
zur Kenntnis nehmen sollte, die Vernunft vor dem Eifer kommen
sollte und die Wünsche einiger Bewohner nachrangig sind,
in deren Quartier es keinen wirklichen Grund für Tempo 30
gibt.
SVP Buchs.
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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 25. April 2001
Tempo 30 beim Asylmissbrauch (Leserbrief)
Kokainhandel ist in Buchs kein grosses
Problem. Die Polizei wird mit Handies ausgetrickst. Die Behörden
müssen dem Treiben anscheinend machtlos zusehen. Als Trost
produziert eine flügellahme Exekutive Leitbilder, flächendeckende
Parkgebühren und Tempo 30 Zonen.
Immer wieder hat die SVP auf die Missstände im Asylwesen
hingewiesen. Unser Asylrecht ist bereits mehrmals angepasst und
verschärft worden - aber was nützt das, wenn die zuständigen
Organe ihr Recht nicht, oder ungenügend wahrnehmen? Die
im W&O geschilderten und andere bereits seit langem bekannte
Missstände sind alt genug - es besteht Handlungsbedarf.
Es liegt nicht an der Polizei, welche die Autofahrer fleissig
kontrolliert und Bussen im ruhenden Verkehr verteilt - nein -
es liegt an den Vorgesetzten und zuständigen Behörden,
welche die Prioritäten dahin setzen, wo es leicht ist mit
Bussgeldern die Kasse zu füllen.
So zielt auch das Streben nach einer generellen Parkplatzbewirtschaftung
und die Einführung von Tempo 30 sichtlich dahin, noch mehr
Geld von den Verkehrsteilnehmern abzukassieren. Dabei wird schamlos
vorgegaukelt, dass die Bevölkerung solches wünscht.
In Wirklichkeit stehen genau die gleichen Kräfte dahinter,
welche Milde und Rücksicht mit straffälligen Asylsuchenden
verlangen - und selbst deren Ausschaffung zu verhindern versuchen.
Eine solche Politik wird nichts an den jetzigen Zuständen
ändern. Die steigende Zahl von Rekursen zu abgewiesenen
Asylgesuchen zeigt, dass die Organisationen der Asylsuchenden
das Recht für ihre Seite gut kennen und ausnützen.
Es wäre langsam Zeit, dass unsere Bürger zu ihrem Recht
kommen und vor solchen Missständen geschützt werden.
SVP Buchs
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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 20. und 21. April 2001
von Philipp Kolb
1. Mitten in Buchs werden harte Drogen gehandelt
2. Wer schützt unsere Jugend?
3. Wird ein Problem schöngeredet? (Interpellation Bigger/Schlegel)
1. Mitten in Buchs werden harte Drogen gehandelt
Aufmerksame Beobachter sind besorgt über Dealerszene
Im Januar informierte die Polizei, dass im Werdenberg ein Drogenring
aufgedeckt wurde. Damals operierten sieben der zehn Haupttäter
von Zentren für Asylsuchende aus. Drei Monate später
bestätigt die Polizei, dass beim Rathaus Buchs wieder Asylsuchende
mit Kokain dealen.
Die Polizei antwortet mit vermehrten Personenkontrollen, wie
W&O-Recherchen ergaben. Im Vordergrund steht der Handel mit
Kokain. Aber auch andere Drogen sind immer leichter zu haben.
"Die Drogen werden in Zürich beschafft und in Buchs
verkauft", weiss der Mediensprecher der Kantonspolizei St.
Gallen, Hanspeter Eugster.
Schwieriges Unterfangen
Er klagt darüber, dass die Polizeikontrollen nicht immer
erfolgreich sind: "Die Dealer sind sehr gut organisiert.
Selbst wenn wir Kontrollen in Zivil durchfuhren, sind wegen der
Handys in kürzester Zeit sämtliche Involvierten informiert.
Beobachter und Kenner der Situation in Buchs stellen laut W&O-Recherchen
fest, dass sich die Situation im Laufe der letzten Zeit verschärft
hat. So wird vor dem McDonald's und beim öffentlichen WC
am Werdenberger See mehr oder weniger offen harter Stoff gedealt.
Und hier treten auch Dealer die nicht zu den Asylsuchenden gehören.
In der Bürgerschaft ist man besorgt, es könnte sich
in Buchs eine offene Drogenszene entwickeln. Den Anwohnern beim
Rathaus sind die auf Käufer wartenden Dealer längst
ein Dorn im Auge. Es gibt darum immer wieder Reklamationen bei
der Gemeinde. Reklamationen gibt es auch, weil von den herumlungernden
Männern auf primitivste Art und Weise Passantinnen angemacht
werden.
Im Gemeindehaus von Buchs kennt man deshalb die Situation, kann
aber gegen den Aufenthalt vor dem Rathaus nichts unternehmen.
Der Gemeinde sind, zumindest, was den Aufenthalt im Pärkchen
beim Rathaus betrifft, die Hände gebunden. "Es ist
öffentlicher Grund und Boden. Wir können niemanden
von dort vertreiben", erklärt Gemeinderatsschreiber
Martin Hutter. Die Gemeinde hat der Polizei allerdings schon
einige Male Räumlichkeiten im Rathaus zur Verfügung
gestellt, wenn es darum ging, Personen gezielt zu kontrollieren
2. Wer schützt unsere Jugend?
Innerhalb weniger Minuten kann man sich in Buchs Kokain beschaffen
«Möchtest du dealen oder Rauschgift
besorgen, komm Ins WC beim Rathaus Buchs. Die Dealer vom Buchserberg
sind dir dankbar». Ein Flugblatt
mit diesen Zeilen erhielten der W&0 und die Gemeinde Buchs
in den letzten Tagen. Obwohl grundsätzlich falsch, zeigt
es, dass die Bürgerschaft längst begriffen hat, dass
sich die Asylsuchenden rund um das Rathaus nicht alle sonnen
oder spazieren.
Weitere Unterlagen erhielt der W&0 von einem ehemaligen Drogensüchtigen
aus Grabs (Name der Redaktion bekannt). Seit zwei Jahren ist
er clean, hat aber vor der momentanen Situation in Buchs Angst.
In seinem Brief an den W&0 erzählt der Grabser, was
er am Samstag, vor Ostern erlebt hat: «Samstagabend um
neun Uhr in Buchs: Ich gehe zu Fuss am Rathaus vorbei. Seit Monaten
sind mir die Männer aufgefallen, die oft vor dem Rathaus
sitzen. Da ich einige Jahre in Zürich gelebt habe und drei
Jahre lang selber Drogen brauchte, habe ich den Riecher, wenn
irgendwo Stoff angeboten wird. Am letzten Samstagabend war ich.
ziellos in Buchs unterwegs. Zwei junge Mädchen stehen unsicher
in der Nähe des Rathauses. Ich setze mich auf die Bank,
neben mir sitzt ein afrikanisch aussehender Mann. Er fragt mich
'Police'?' Ich antworte 'Wett i au, häsch Kokain?' Er sagt:
'No problem. wanna have one gramm or two gramm. Go to the church.'
Bei der Kirche wird zusammen mit einem afrikanischen Kollegen
der Handel abgewickelt», schreibt der Grabser Beobachter.
Innert Minuten an Kokain
Es ist also in Buchs möglich innerhalb von wenigen Minuten
Kokain zu kaufen. Werner Dieziger von der Rauschgiftabteilung
der Kantonspolizei St. Gallen erstaunt diese Tatsache nicht.
Er weiss, dass die Dealer sehr gut organisiert sind. «Die
meisten haben gleich mehrere Handys. Mit einem telefonieren sie
nur wenn es um Drogen geht, die anderen sind für private
Gespräche.»
Taucht die Polizei auf, geht alles blitzschnell und via Handy
sind die Dealerkollegen, in diesem Falle derjenige der, bei der
Kirche den Stoff verkauft, verschwunden. Hinzu kommt, dass, wenn
ein Dealer mit wenigen Gramm erwischt wird, er kurz darauf wieder
auf freien Fuss gesetzt werden muss.
Buchs oder allgemeiner das Rheintal ist zudem das Tor zum Osten.
Vor allem Heroin, aber auch Kokain kommen durchs Rheintal in
die Schweiz, was seit mehreren Jahren bekannt ist, wie Dieziger
weiter ausführt. Erstaunlich ist, dass auch die Zürcher
Drogenfahnder mit der Ortschaft Buchs viel anfangen können.
Gemäss dem Mediensprecher der Zürcher Kantonspolizei,
Hans Leuenberger, gäbe es bei Ermittlungen in Zürich
öfters Verbindungen nach Buchs. Auch er erwähnt, dass
die Drogen in Buchs den Weg die Schweiz finden und auch Leuenberger
ist klar, dass viele Drogendealer in der ganzen Schweiz von Zentren
für Asylsuchende aus operieren.
Asylsuchende nicht aus der Umgebung
«Die Dealer vom Buchserberg sind dir dankbar», hiess
es im Flugblatt das anonym an den W&0 und an Gemeinde ging.
Dies ist gemäss Auskunft von Dieziger nicht ganz richtig.
Er weiss aus vielen Ermittlungen, dass die Asylsuchenden in der
ganzen Schweiz herumkurven und meistens nicht in der Nähe
ihres Zentrums straffällig werden. Deshalb ist auch zu erklären,
warum bis am Mittag Pärkchen, beim Rathaus Buchs kaum jemand
anzutreffen ist. Bruno Jäger der Leiter des Zentrums für
Asylsuchende Buchserberg, kann nicht versichern, dass sich die
Asylsuchend des Zentrums Buchserberg im Pärkchen beim Rathaus
aufhalten. Was ausserhalb der Zentrumstüre ist, darf er
nicht kontrollieren. Sicher weiss er allerdings, wer ab 22 Uhr
Zentrum ist und wer nicht, da dies streng kontrolliert wird.
Gefährliche Entwicklung
Der ehemalige Grabser Drogensüchtige schreibt in seinem
Brief weiter: «Ich bin wütend und entrüstet.
Ist es wirklich möglich, dass in Buchs zwischen Rathaus
und Kirche Kokain so einfach wie Zigaretten verkauft werden?
Wer schützt die Bevölkerung vor allem die Jugendlichen
und nicht zuletzt mich vor dem allzu leichten Zugang zum weissen
Pulver der Illusionen?»
3. Wird ein Problem schöngeredet?
Regierung widerspricht der Kantonspolizei, bezüglich
Kontrollen in Asylzentren
In einer Interpellation wollten Christian
Bicker, SVP Grabs und Heinrich Schlegel, SVP Malans
von der Regierung wissen, ob in den Zentren für Asylsuchende
genügend und wirksame Kontrollen bezüglich Verbrechen
gegen das Betäubungsmittelgesetz durchgeführt werden.
Die Regierung antwortete am Mittwoch mit einem generellen
"ja". Die Polizei sieht die Sache anders und hat dies
der Regierung vor deren Antwort auch kundgetan.
Der W&0 berichtete im Januar, dass im Werdenberg ein Drogenring
aufgedeckt wurde. Sieben von zehn Haupttätern operierten
aus Zentren für Asylsuchende. Daraufhin wollten Christian
Bigger, Grabs und Heinrich Schlegel, Malans mittels einer Interpellation
von der Regierung wissen, ob in den Zentren für Asylsuchende
genügend wirksame Kontrollen durchgeführt werden. Am
Mittwoch hat die Regierung nun schriftlich geantwortet. "Im
Zentrum Buchserberg werden regelmässig Kontrollen durchgeführt"
heisst es in der Antwort und weiter "Zimmer und Schrankkontrollen
sowie Taschenkontrollen werden schriftlich festgehalten. Ebenfalls
finden täglich Absenzkontrollen statt, die um 22 Uhr von
der zuständigen Nachtwache vorgenommen werden. Bei jedem
Verdachtsmoment auf Kriminalität informiert das Zentrum
die zuständigen Behörden, insbesondere das Ausländeramt
und die zuständigen Polizeistationen. Bei einem konkreten
Verdacht werden auf Anordnung des Untersuchungsrichters durch
die Polizei Hausdurchsuchungen vorgenommen". Zusammenfassend
schreibt die Regierung: "Sowohl in genereller Sicht als
auch in Bezug auf das Zentrum Buchserberg waren und sind die
Kontrollen wirksam und genügend"
Polizei hat andere Meinung
Die Kantonspolizei hatte zu Handen der Regierung ihre Sicht der
Dinge aufgezeigt, damit die Regierung eine umfassende Antwort
abgeben kann. Der W&O ist im Besitz schriftlicher Unterlagen
und weiss, dass die Polizei, die täglich mit dealenden Asylsuchenden
zu tun hat, anderer Meindung ist. "Asylbewerber können
sich unkontrolliert und ungehindert in der ganzen Schweiz und
den verschiedenen Zentren aufhalten. Ebenso unkontrolliert und
ungehindert halten sich dort auch vielfach illegal anwesenden
Ausländer auf", schreibt die Polizei. Weiter heisst
es: "An den Wochentagen, an denen jeweils Geld ausgezahlt
wird, sind die im Drogenhandel oder die sich sonst wie kriminell
betätigenden Asylbewerber in der Regel für kurze Zeit
in denjenigen Zentren anzutreffen, wo sie gemeldet sind. Oftmals
gelingt es dank Absprache mit den Heimleitungen, die zu kontaktierenden
Personen dann zu erreichen". Dann kommt die Polizei zum
Punkt:"Eingangs- und Ausgangskontrollen fehlen in den Zentren.
Heimleitungen sind nicht in der Lage über den Aufenthalt
der Insassen oder die nächtigenden Personen Auskunft zu
geben. Dabei ist es möglich, dass straffällige Asylbewerber
ebenso unkontrolliert anwesend sind, wie auch Gegenstände
ein- und ausgeführt werden".
Diskussion im Mai
Anfangs Mai wird der Kantonsrat über die Interpellation
diskutieren. Sicher werden auch Fragen auftauchen, warum Polizei
und Regierung zwei völlig verschiedene Ansichten der Problematik
haben. Bereits 1998 hatte Werner Dieziger von der Rauschgiftabteilung
der Kantonspolizei als Stadt-Politiker im Stadtparlament eine
Interpellation mit einem ähnlichen Inhalt eingereicht. Der
Titel dieser Anfrage lautete "Durchgangszentren für
Asylbewerber sind Kriminalitätsherde geworden, auch die
in der Stadt St.Gallen". Dieziger hat täglich mit Drogendealern
zu tun und findet das Totschweigen oder Schönreden dieses
Problems, das in Buchs auszuarten droht (W&0 vom Freitag)
nicht ehrlich. Er betont allerdings, dass nur ein kleiner Teil
der Asylbewerber straffällig ist und dass man auch den Heimleitern
keinen Vorwurf machen darf. Zu wenig Personal machen seiner Meinung
nach wirksame Kontrollen unmöglich. Gemäss Diezieger
könnte man diesem Problem in gewissem Masse einen Riegel
schieben, wenn die Asylbewerber in dem Zentrum nächtigen
müssen, in dem sie gemeldet sind.
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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 24. Februar 2001
SVP sagt drei mal nein
Nein zur Initiative "Ja zu Europa"
Die SVP war und ist nicht gegen Europa, einen Beitritt zur EU
lehnt sie aber klar ab, so lange die Strukturen der EU für
die Schweiz politische und finanzielle Verluste in grossem Ausmass
bedeuten. Mit der EU-Initiative wollen die EU-Befürworter
den Schweizer Kurs festlegen. Sie schreiben im Initiativtext:
"die Schweiz strebt den Beitritt zur Europäischen Union
an".
Zu diesem Zweck soll der Bund "ohne Verzug Beitrittsverhandlungen"
aufnehmen. Nichts zu verhandeln gäbe es auf jeden Fall über
unsere Volksrechte wie Referendum oder Initiative, sowie über
unsere Neutralität. Denn EU-Recht bricht bekanntlich Landesrecht
und dies in immer mehr Bereichen. Das Gewicht der Schweiz in
der EU wäre marginal, mitreden könnte sie wohl, mitbestimmen
wohl kaum.
Die Schweiz wäre in der EU ein Netto-Zahler Land und müsste
gemäss Bundesrat pro Jahr mit Kosten von 3-4 Milliarden
Fr. rechnen. Rechnet man die Kosten für die Erhöhung
der Mehrwertsteuer von 7.6% auf 15%, das zu erwartende höhere
Zinsniveau, die Einbussen beim Markterlös der Landwirtschaft,
die Erhöhung der Arbeitslosenkosten dazu, so müsste
der Schweizer Steuerzahler pro Jahr 5-7 Milliarden Fr. mehr aufbringen.
Nach den zu erwartenden Gegenleistungen oder Vorteilen befragt,
können die Befürworter keine konkreten Angaben machen,
auch sie geben zu, dass der finanzielle Aufwand höher ist.
Mit den Bilateralen Verträgen hat die Schweiz Regelungen
mit der EU ausgehandelt. Die SVP hat diesen Verträgen zugestimmt,
wohl wissend, dass bei Verhandlungen nicht nur Vorteile herausschauen
können. Die Annahme der EU-Initiative würde die Position
der Schweiz bei weitere Verhandlungen schwächen.
Nein zu "Strassen für alle"
Tempo 30 flächendeckend innerorts, dies bedeutet auch Tempo
30 auf Durchgangsstrassen, welche als solche konzipiert und ausgebaut
sind.
Die Initiative lässt es zwar offen, dass die Geschwindigkeit
auf solchen Strassen hinaufgesetzt werden kann "sofern dies
die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden und der Schutz der Anwohnerschaft
namentlich vor Lärm" zulässt. Dieser Zusatz birgt
Zündstoff bei der Auslegung, welcher von vornherein durch
Bundesgerichtsentscheide abgesichert werden müsste.
Die Initiative ist aus Sicht der SVP unnötig, denn die Gemeinden
haben schon heute das Recht, Tempo 30 in Zonen einzuführen,
in welchen dies sinnvoll ist und von der Bevölkerung gewünscht
wird. Bundesrat, Parlament und auch das BfU lehnen diese Initiative
ab.
Nein zur Initiative "für tiefere Arzneimittelpreise"
Zu dieser Initiative könnte man auch JEIN sagen, denn sie
verfolgt das Ziel, tiefere Arzneimittelpreise zu erreichen und
somit die Kosten für die Krankenversicherungen zu senken.
Der Zwang zur Abgabe von Generika (Ersatzmittel) schränkt
jedoch die Freiheit der Therapeuten ein. Medikamente aus Nachbarstaaten
müssten ohne Prüfung und Bewilligung der Schweizerischen
Kontrollstellen zur Abgabe zugelassen werden. Das Kontroll- und
Zulassungssystem der Schweiz hat sich bewährt. Die neue
Regelung würde die Sicherheit der Medikamente klar vermindern.
SVP Werdenberg
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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 23. Februar 2001
1. HV der SVP Buchs
Am vergangenen Freitag konnte die SVP Buchs ihre erste Hauptversammlung
im Rest. Buchserhof abhalten. August Wehrli, welcher als Präsident
die Versammlung durch die Traktanden leitete, konnte mit Stolz
auf ein vergangenes knappes Jahr seit der Gründung am 15.
Mai 2000 zurückblicken.
So konnten doch schon einige Erfolge verbucht werden, wie z.B.
die in kurzer Zeit eingeschriebenen Mitglieder von 55 Buchsern,
was sich im Vergleich zu den seit langem etablierten Parteien
sehen lässt. Auch seine Wahl in den Schulrat beweise, dass
die SVP in Buchs nicht mehr übersehen werden könne.
Dass es bei den Gemeinderatswahlen nicht gereicht hat, sieht
Wehrli vorallem darin, dass die Bürgerlichen noch zu wenig
motiviert seien, wenn es darum gehe an Abstimmungen teilzunehmen.
Er dankte allen Helfern und Kandidaten für ihren Einsatz
und ihren Aufwand, welche diese mangels einer Wahlkampfkasse
aus dem eigenen Sack berappt hatten.
Kassier Peter Seifert informierte über die Jahresrechnung
2000, welche dank einiger Gönnerbeiträge einen bescheidenen
Vorschlag aufwies und von der Versammlung einstimmig genehmigt
wurde. Er dankt allen Gönnern und den Mitgliedern für
die pünktlichen Zahlungen des Jahresbeitrages.
Das Jahresprogramm wurde besprochen und besonders auf den Buurezmorge
am 1. Juli bei Fam. Rohrer, Stöck, hingewiesen, an welchen
alle SVP Interessierten aus dem Bezirk eingeladen werden sollen.
Zum Schluss der Versammlung wies Präsident Wehrli nochmals
darauf hin, dass es Ziel der SVP Buchs sei, ihre Wähler
wirkungsvoll zu vertreten.
SVP Buchs
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Tagblatt vom 16.2.2001 ©
St. Galler Tagblatt AG
von HANSRUEDI WIESER
Die SVP badet nochmals im Erfolg
St.-gallische SVP verfeinert ihre Strukturen
und gründet am 29. März in Schmerikon ihre 68. Ortspartei
«Die Motivation der SVP des Kantons
St. Gallen ist hervorragend», stellte Präsident Toni
Brunner am Mittwoch in Sargans fest. Die Delegierten sprachen
sich einstimmig gegen «Ja zu Europa» aus.
In der Markthalle School bei Sargans fanden am gleichen Abend
die 26. kantonale Delegiertenversammlung und die Hauptversammlung
statt. 179 Delegierte, so viele wie noch nie, nahmen teil. Die
Veranstaltung stand im Zeichen der Neuwahlen der Parteigremien
für die nächsten vier Jahre und der Parolenfassung
zur Initiative «Ja zu Europa».
Wahlzufriedener Präsident
Noch einmal badete die Partei mit der heute zweitstärksten
Fraktion im Erfolg der Wahlen. 14 Kantonsräte waren es in
der letzten Legislatur, 42 sind es heute. Aber auch was die kommunale
Ebene angeht, gab sich Präsident Toni Brunner zufrieden.
Der beste Gradmesser, ob eine Partei gut gearbeitet habe, seien
die Wahlen, sagte er. «Nur einer Partei, die berechenbar
ist und der man vertraut, schenkt man die Stimme.» Begeistert
wurde dem ersten SVP-Gemeindepräsidenten im Kanton, Vincenz
John aus Flums, applaudiert. Dass die Bäume auch bei seiner
Partei nicht in den Himmel wachsen, musste Brunner indirekt zugeben.
Er erinnerte an das Scheitern bei den Regierungsratswahlen. Und
zieht Konsequenzen. «Wir haben unser Lehrgeld bezahlt.
Wir werden künftig genau darauf achten müssen, wen
wir für ein solches Amt portieren.»
Parteistruktur im Ausbau
Nicht nur ein neues Logo wurde für das neue Jahrtausend
geschaffen. Auch der strukturelle Ausbau der SVP St. Gallen geht
zügig voran. Im vergangenen Jahr wurde Gabriela Baumann
als Parteisekretärin im 50-Prozent-Pensum angestellt. Noch
offen, aber geplant ist die Unterstützung der Grossratsfraktion
durch «eine Art wissenschaftlicher Begleiter». Am
29. März wird in Schmerikon die 68. Ortspartei aus der Taufe
gehoben. Zehn wurden im vergangenen Jahr gegründet; zudem
die kantonale Jung-SVP. Deren Präsident, Salvatore Airo,
ist Kandidat für das JSVP-Schweiz-Präsidium. Der schnelle
Aufbau und die damit erreichte Grösse fordern ihren Tribut.
«Wir sind so weit, dass erste Ortsparteien kränkeln»,
bedauerte der Präsident. Doch Toni Brunner will das nicht
hinnehmen: «Die Aufbauarbeit muss konsolidiert werden»,
forderte er. Dies sollte der SVP auch mit Blick auf die innere
Stärke nicht schwer fallen. Die Zahl der Parteimitglieder
kletterte von 2000 auf 2600 an. Dank der damit verbundenen Mehreinnahmen
konnten Rückstellungen von über 16 000 Franken für
künftige Wahlen vorgenommen werden. Etwa gleich viel sollen
es heuer sein. Die gutgeheissene Statutenrevision ermöglicht
weitere Änderungen. So hat man sieben Fachkommissionen zusammengestellt,
für jedes Departement eine. Die Zahl der Delegierten wird
künftig auf jene der Parteimitglieder abgestimmt. Die Jung-SVP
stellt zehn. Neu gibt es zwei, nicht nur einen Vizepräsidenten.
Dieser, Emil Schumacher aus Flums, trat zurück. Neu stehen
Toni Brunner Michael Grossmann aus Brunnadern als erster und
die Goldacherin Jeanette Schlegel als zweiter Vizepräsident.
Die drei gehören auch dem Leitenden Ausschuss an, in dem
ferner Fraktionschef Paul Maier, Ernetschwil, Kassier Stefan
Kölliker, Wil, sowie die Kantonsräte Christian Hostettler,
St. Gallen, und Marianne Steiner, Kaltbrunn, Einsitz haben. Zusammen
mit 13 weiteren Personen bilden sie den Kantonalvorstand. Inskünftig
wird jedes Jahr eine Ortssektion für besondere Verdienste
mit einer Urkunde geehrt. Diese ging für 1999 an Amden,
für 2000 an Flums.
Kein einziger EU-Freund
Kein einziger St. Galler SVP-Delegierter wünscht sich sofortige
Beitrittsverhandlungen mit der EU. Das Verdikt über die
Initiative «Ja zu Europa» war mit 179 zu 0 klar.
Pro-Referent Thomas Christen, St. Gallen, hatte einen Kollegen
zitiert. Der hatte ihn gewarnt, den befürwortenden Standpunkt
vor der SVP zu vertreten, sei verlorene Zeit.Christen hatte ihm
nicht geglaubt, nach der Parolenfassung wusste er es besser.
Die Versammlung teilte die Meinung des Flawiler SVP-Kantonsrates
Josef Brunner. Der hatte gemeint: «Ich habe gerne eine
offene Tür. Aber die Haustüre will ich behalten. So
kann ich sie notfalls zumachen.» Bereits im Vorfeld der
Versammlung hatte der Vorstand die Nein-Parolen zu Tempo 30 (Strassen
für alle) und zur Denner-Initiative (tiefere Arzneimittel-Preise)
beschlossen.
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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 6. Februar 2001
SVP Werdenberg für Bahnhof Buchs
Vor der Abstimmung über die NEAT-Vorlage wurde uns noch
allerhand bezüglich Ausbau der Rheintal-Bahnstrecke versprochen.
Es grosses Stück des Kuchens sollte hier verbaut werden.
Möglicherweise sollte sogar eine Hauptachse durchs Rheintal
entstehen. Nach der Abstimmung hat die SBB fast sämtliche
Vorhaben in unserer Region aus Spargründen aufs Eis gelegt.
Die Stimmen für die NEAT waren ja gefangen, und die Rheintaler
beruhigt, könnte man meinen.
Bis vor kurzem war in Berichten von Radio Ri und der Presse Resignation
bezüglich der Rheintalstrecke auszumachen. Beinahe nicht
verwunderlich, denn unsere Lokal- und Kantonalpolitiker hatten
trotz vielen Vorstössen praktisch nichts erreichen können.
Nach den letzten Presseberichten über die negative Haltung
und die vertröstenden Worte der SBB-Leitung regt sich nun
endlich Widerstand auf breiter Basis.
Die SVP Werdenberg unterstützt diesen Widerstand und ruft
die Bevölkerung der Region auf, die Petition "Pro Bahnhof
Buchs SG" zu unterzeichnen. Sie verlangt einen kundenfreundlichen,
attraktiven und zeitgemässen Bahnhof Buchs SG und den Ausbau
der Güterverkehrsanlagen. Petitionsbogen liegen bei der
Ortspartei Buchs auf, oder können beim Rathaus Buchs bezogen
werden.
SVP Werdenberg, Bezirkspräsident Jürg Schwendener
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Werdenberger & Obertoggenburger
vom 5. Januar 2001
von Kuno Bont
Neuer Präsident für die SVP Werdenberg
Jürg Schwendener übernimmt Leitung der Bezirkspartei
Wie er selber angekündigt hatte, ist SVP-Bezirksparteipräsident
Johann Jakob Litscher, Sevelen, nach Abschluss der Wahlen von
seinem Amt zurückgetreten. Sein Nachfolger heisst Jürg
Schwendener und kommt aus Buchs. Er wurde gestern an der Hauptversammlung
einstimmig gewählt.
Der zurücktretende Johann Jakob Litscher leitete die Geschäfte
der SVP Werdenberg während sechs Jahren und war massgeblich
am Aufbau der SVP im Werdenberg beteiligt.
Einsatz gewürdigt
Die Partei hat deshalb gestern anlässlich der Hauptversammlung,
die zugleich auch Neujahrsbegrüssung war, dem scheidenden
Präsidenten für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt.
Sie überreichte Litscher einen geschnitzten Holzteller,
einige Flaschen Wein und einen Champagner. Diesen habe er nach
dein Erfolg, den die SVP im Werdenberg bei den letzten Wahlen
feiern konnte, redlich verdient, hiess es. Johann Jakob Litscher
gab zu bedenken, dass ohne die Mithilfe der Verantwortlichen
und der Parteibasis der erzielte Erfolg nicht möglich gewesen
wäre.
Mit seinem Jahresbericht blendete er nochmals zurück auf
die Geschehnisse bei den Wahlen, die er für die SVP als
Grosserfolg bewertete. "Die Regierung wird jetzt kaum mehr
daran vorbei kommen, der SVP das nötige Gehör zu schenken",
betonte der langjährige Motivator der SVP Bezirkspartei.
Es sei für ihn eine Freude gewesen, während sechs Jahren
die SVP Werdenberg zu leiten, sagte Litscher, Den Mandatsträgern
legte er väterlich ans Herz, ihre Aufgabe ernst zu nehmen
und zuverlässige Arbeit zu leisten.
Jürg Schwendener neuer Bezirksparteipräsident
Der Nachfolger von Johann Jakob Litscher wurde einstimmig gewählt.
Jürg Schwendener ist Leiter des florierenden Zentrums Neuhof
in Buchs. Er stellte sich der Versammlung selber vor und versicherte
die Parteimitglieder, er wolle sich bemühen, für alle
ein guter Bezirksparteipräsident zu sein. Gleichzeitig lud
er alle ein, selber aktiv am Weitergedeihen der SVP Werdenberg
mitzuarbeiten.

Wachtablösung bei der SVP Werdenberg. Johann Jakob Litscher
(links), Sevelen, übergibt die Leitung der Bezirkspartei
an seinen Nachfolger Jürg Schwendener, Buchs.
Bild Kuno Bont
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